„Geh doch dahin wo der Pfeffer wächst!“ – „Mit Vergnügen!“ Insidertipps für Sansibar & Pemba

Kaum ein Reisender wird sich auf Sansibar die Gewürzgärten, die Traumstränden an der Ostküste von Unguja oder das Weltkulturerbes Stown Town entgehen lassen. Doch diese drei Highlights stellen viele, nicht minder spektakuläre Sehenswürdigkeiten auf der Inselgruppe in den Schatten. Das Team des Reiseveranstalters WORLD INSIGHT verrät seine Top-Four, was man auf den zwei Hauptinseln Sansibar (Unguja) und Pemba noch alles entdecken kann.

Sansibar Strand - weltvermessen.de

1. Korallengärten der Misali Island Conservation Area vor Pembas West-Küste

Zwar ist die kleine Misali-Insel unbewohnt, doch tobt um sie herum das bunte Leben. Seit 1998 gehört das nur 2 km² kleine Eiland zu einem 20 km² großen Meeresschutzgebiet, das einen riesigen Korallengürtel einbeschließt. Besonders die Westhälfte Misalis lockt mit traumhaften Tauchgründen: Nur einen Katzensprung von der Insel entfernt, fällt das Riff hier 70 m in die Tiefe; 42 Korallen- und ca. 300 Fischarten gilt es in dieser berauschenden Unterwasserwelt zu entdecken.

Doch nicht nur Korallen, auch Legenden ranken sich um die Misali-Insel. Angeblich gelangte der Prophet Hadhara einst hierher. Weil die Fischer ihm mit keiner Gebetsmatte dienen konnten, wählte er einen nach Mekka ausgerichteten Strand als Ersatz. Auch der gefürchtete Piratenkapitän William Kidd soll sich zeitweilig auf Misali versteckt haben. Ob er seinen nie gefundenen Schatz hier vergraben hat?

Eine Bootsfahrt zur Insel ist über die Beach Hotels oder Ausflugsveranstalter in Mkoani, Wete und Chake Chake möglich. Von den USD 10,- Eintritt kommen 20 % den umliegenden Fischerkommunen als Entschädigung für das Fangverbot zugute. Infos zum Projekt unter www.care.org/careswork/projects/TZA036.asp

Alternativ: Nur Schnorcheln, nicht Flaschentauchen, kann man auch großartig im Chumbe Island Coral Park nahe Zanzibar Town. Zum Tauchen lädt die Gegend um Nungwi an der Nordspitze Sansibars ein.

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2. Konzerte und Musikunterricht in der Dhow Countries Music Academy in Stone Town

Die 2002 gegründete Musikakademie in Stone Town macht es sich zur Aufgabe, die traditionelle Swahili-Musik zu bewahren und zu fördern. Im Old Costumes House soll aber nicht nur den Tansaniern eine Auseinandersetzung mit ihrem reichen kulturellen Erbe ermöglicht werden, auch für Touristen werden Einführungen in die sansibarischen Musikstile Kidumbaki, Taarab, Beni und Ngoma angeboten. So kann man hier beispielsweise eine Trommelstunde oder einen Kurs im traditionellen Tanz besuchen. Jeden Montag- und Freitagabend sowie an einigen Donnerstagen finden in der Academy Konzerte von Studenten und Professoren statt, die häufig auch mit einem Swahili-Essen verbunden werden.

Der Eintritt für das abendliche Konzert beträgt USD 7,-, mit Dinner USD 15,-.

Eine Einzelstunde Musik- oder Tanzunterricht kostet USD 15,- eine Gruppenstunde USD 10,-.

Dhow Countries Music Academy
Old Costumes House, Mizingani Rd.
P.O. Box 4055
Zanzibar, Tanzania

Tel: +255 (0) 777 416 529
Landline: +255 (0) 24 223 4050
E-Fax: +1 309 417 2841
Email: admin@zanzibarmusic.org

Weitere Infos unter: http://www.zanzibarmusic.org/about.html

Alternativ: Auf der Straße nach Nungwi liegen die Mtoni Palace Ruins, in denen ebenfalls traditionelle Konzerte und Mahlzeiten stattfinden.

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3. Der Leuchtturm von Ras Kigomasha und der Ngezi Forest in Nord-Pemba

Vom Tourismus noch fast unberührt ist die Halbinsel Kigomasha an der Nordspitze Pembas. Und an der Spitze dieser Spitze steht ein 1899 erbauter und 35 m hoher Leuchtturm, der eine atemberaubende Aussicht auf das Meer und die umgebene Landschaft gewährt. Er wird von einem Leuchtturmwärter betreut. Gegen ein Trinkgeld von 3.000 TSh (ca. € 1,40) lässt er Besucher gerne die schmale Wendeltreppe heraufsteigen. Ganz in der Nähe befindet sich der kleine Ngezi Forest und eine Urwald-Tour zu den Ruinen der Moschee Mkia wa Ng’ombe aus dem 15. Jahrhundert bietet sich an.

Bei diesem Ausflug sollte allerdings der Weg das Ziel sein, denn von dem einst prächtigen Bauwerk ist nicht mehr viel zu sehen. Die Wanderung kann mit dem Caretaker der Forststation am Parkeingang organisiert werden. Mit etwas Glück erspäht man unterwegs u.a. die beeindruckende endemische Flughundart Pemba Flying Fox. Im Norden grenzt der Park an den Traumstrand von Vumawimbi.

Die Forststation ist täglich von 8-16 Uhr geöffnet. Gegen ein Entgelt führt einen der Caretaker über einen nature trail durch den Wald.

Alternativ: Auf Sansibar lockt mit dem Jozani Forest ein etwas größerer Urwald, der wieder eine andere Tierwelt offenbart. Statt Flughunden leben hier u.a. die endemischen Stummelaffen.

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4. The Rock Restaurant

Nicht mehr ganz unbekannt, aber einfach unvergleichlich ist das Restaurant The Rock an der Ostküste Sansibars. Auf einem winzigen Felsen nur wenige Meter von der Küste gelegen, kann es bei Ebbe zu Fuß, bei Flut jedoch nur mit dem Boot erreicht werden. Das malerische Setting macht den Restaurantbesuch zu einem romantischen Abenteuer. Wenn man vor 18 Uhr kommt, erlebt man von der Terrasse aus den Sonnenuntergang. Auf der Speisekarte steht vor allem fangfrisches Seafood, die Preise entsprechen dabei allerdings weniger einheimischen als europäischen Standards. Eine Reservierung wird empfohlen.

Das Restaurant liegt im Süd-Osten von Sansibar auf der Michamvi Pingwe Halbinsel. Mit dem Auto ist es von Paje in zehn Minuten zu erreichen, von Stone Town in einer Dreiviertelstunde und von der Nordspitze der Insel in anderthalb Stunden. Eine Reservierung wird empfohlen:

+255 (0) 777 835515, Michamvi Pingue – info@therockrestaurantzanzibar.com

Weitere Infos unter: http://www.therockrestaurantzanzibar.com/

Alternativ: The Sea Horse in Jambiani (Sansibar). Das sehr kleine Restaurant wird von Einheimischen geführt, bei Laternenlicht speist man direkt am Strand.
Auf Pemba gibt es bisher kaum Restaurants außerhalb der Hotelanlagen.

Restaurant The Rock Sansibar - weltvermessen.de

 

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