Ab nach Lissabon! Ein Städtetrip in Bildern und Worten

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir entlockt eine neue Stadt oft eine bestimmte Empfindung, die man manchmal gar nicht so in Worte fassen kann – so war es z.B. bei Nadine mit London. Lissabon vermittelte mir von Anfang an ein positives, relaxtes Gefühl des Aufgehoben-Seins. Grund dafür ist, dass die südeuropäische Metropole gekonnt vieles vereint, was eine potenzielle Lieblingsstadt ausmacht: Alt trifft auf Neu, entspannte Bewohner, ein abwechslungsreiches Stadtbild, leckeres Süßgebäck, guten Wein und ganz viel Sonne! Einzelheiten dazu nun aber in Ruhe und nacheinander. 😉

Olá Lisboa! –Ankommen und mobil sein in Lissabon

Was ich von Lissabon zuerst sah, war der Flughafen. Und der ist um ehrlich zu sein recht unspektakulär- aber gut vernetzt. Wer per Flieger in die hügelige Stadt anreist, wird komfortabel und schnell mit der Metro weiter in Richtung Innenstadt gelangen. Und beim Heraussteigen aus dem unterirdischen Metroschacht geht es mit dem Zauber, den diese Stadt versprüht auch schon los!

Tipp: Das Ticket für eine Metrofahrt kostet 2,85€, Tagestickets gibt’s für 5€. (Preise 2013) Geht sorgfältig mit eurer Metro-Fahrkarte um und werft sie nicht weg – denn sie kann zur Wiederaufladung verwendet werden, wodurch sich Geld sparen lässt.

Nebst Metro bieten die oftmals noch historischen Trams einen einzigartigen Transportkomfort und laden zum Entdecken der Stadt ein. In anderen Worten: Gerade die Fahrten in den historischen Trammodellen machen Spaß und bieten einen 1A-Überblick der verschiedenen Viertel. Überblick ist an dieser Stelle das Stichwort schlechthin –die Hügel Lissabons sind hervorragende Aussichtsplätze und ab und an trifft man auf balkonartige Anlagen, in denen man verweilen kann.

Lissabon erleben

Der portugiesische Schriftstellers und Sohn der Stadt Lissabon, Fernando Pessoa philosophierte bereits Ende des 19. Jhds. über das Reisen:

“Travel is the traveller. What we see isn’t what we see but what we are.”

Also, Augen auf! Lissabon zeigt sich mir als sehr facettenreiche Stadt, die für jeden etwas aus dem Hut zaubert. Kunstinteressierte werden sich hier genauso wohlfühlen, wie Sportbegeisterte und Feinschmecker. Sehr zu empfehlen ist z.B. ein Abstecher ins Viertel Belém, das einiges an Weltkulturerbe bereit hält und dabei auch noch prima mit dem Leihrad vom Stadtzentrum aus zu erreichen ist.

Wer ein paar Tage in Portugals Hauptstadt verbringt, kommt außerdem an ihnen nicht vorbei: Den Pastéis de Nata – einem Blätterteiggebäck mit puddingähnlicher Füllung. Zuckersüß und vor allem im noch warmen Zustand ein Traum! Gebäck made in Portugal ist übrigens einer der Verkaufsschlager im fernen Brasilien. Wie mir ein brasilianischer Reisegefährte berichtete, geht darum der erste Gang eines brasilianischen Lissabon-Besuchers häufig direkt in eine der lokalen Bäckereien, wo die traditionellen Teigwaren zum günstigen Preis genossen werden. Weinliebhaber können sich durch die Portweine der lissabonner Restaurants und Bars testen oder samt Flasche nahe des Praça do Comércio den Sonnenuntergang am Tejo genießen.

Besondere Momente:

  • Eine Fahrt im historischen Aufzug Elevador da Bici.
  • Unter der Ponte 25 de Abril am Hafen entlang spazieren.
  • Den Sonnenuntergang am Fluss ansehen.
  • Den Tejo (Fluss) via Autobahnbrücke überqueren.

Unterkünfte und Verpflegung – gemütliche Hostels und süße Küche

In Lissabon gibt es einige sehr gute Hostels. Der Vorteil an einer Unterbringung in dieser Art von Unterkunft liegt nicht nur beim günstigen Preis und der Möglichkeit sich ab und zu einmal selbst etwas zu kochen, sondern auch in der Kontaktaufnahme mit anderen Reisenden. Während meines Aufenthalts habe ich zwei Lissabonner Hostels (Home Lisbon Hostel & Poets Hostel) ausprobiert und in beiden dieser Unterkünfte war der Wohlfühlfaktor definitiv vorhanden. Ein Glückstreffer war, dass wir aufgrund des lädierten Schlosses zu unserem eigentlichen Zimmer (die guten Altbauten haben ab und an ihren ganz eigenen Charme…), für 2 Tage ganz unverhofft in ein zugehöriges und sehr schönes Studio – eine Hausnummer weiter die Straße rauf – umgebucht wurden! 🙂 Lag eventuell auch daran, dass wir im November – also der Nebensaison – unterwegs waren und die Unterkunft somit nicht mal ansatzweise ausgebucht war.

Adeus, Portugal! – Ich komme wieder!

Nach 1 ½ Wochen in Lissabon fällt mir der Abschied alles andere als leicht. An diesem Ort könnte ich locker noch ein paar Tage, Wochen, Monate! 😉 dranhängen, denn es gibt noch so viel zu sehen und das, was ich gesehen habe, ist absolut wiederholenswert. Die Nähe zum Wasser und die wunderschöne Aussicht von den Terrassen in den Hügeln der Stadt sind Dinge, die mich in die schöne Stadt zurückkommen lassen werden.

Mehr über Lissabon

portugiesische Pastéis de nata

Portugiesische Pastéis de Nata

Der weltvermessen.de Faktor:

Unser Weltvermessen.de Faktor ist dieses Mal kulinarisch, denn wir möchten die Gelegenheit nutzen, um euch das Rezept der berühmten portugiesischen Pastéis de Nata vorzustellen. Ihr benötigt: Eine Rolle Blätterteig, Zucker, 4 Eigelb und 1/2l Milch oder Sahne. Zubereitung: Blätterteig ggf. auftauen, ausrollen und Quadrate ausstechen, sodass man sie in die Vertiefungen einer Muffinform auslegen kann. Milch oder Sahne, Zucker und Eigelb in einen Kochtopf geben. Langsam erhitzen, umrühren, aufkochen und 3 Minuten köcheln lassen, dabei umrühren. Wenn die Konsistenz spürbar fester wird, den Pudding von der Herdplatte nehmen. Die Blätterteigförmchen mit Pudding auffüllen, in den 200° C heißen Backofen stellen und goldbraun backen. Die Pastéis herausnehmen, abkühlen lassen und zum krönenden Schluss mit Puderzucker und Zimt bestreuen.

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