Eislaufen vor dem Präsidentenpalast in Minsk

Vor einiger Zeit bin ich einmal im tiefsten Winter mit dem Zug nach Weißrussland gefahren, um in Minsk eine Brieffreundin von mir zu treffen. Vier Tage nach den weißrussischen Parlamentswahlen und den damals damit einhergehenden Protesten. Dass ich nach ereignisreichen Tagen wieder heil nach Hause kam, hab ich mehr als nur meiner Tschapka, weißrussischen Grenzbeamten und hilfsbereiten Schlittschuhläufern zu verdanken. Auf dem Rad durch Russland wär einfacher gewesen.

Freiheitsplatz in Minsk

Pferde und Kutsche aus Stein auf dem Freiheitsplatz in Minsk


Prolog – warum gerade nach Weißrussland

Wie bin ich eigentlich nur auf die Idee mit dem Trip in die sogenannte „letzte Diktatur Europas“ gekommen? Weißrussland bzw. Belarus, oder ganz früher Belorussland (dieser Name wurde in der DDR für den Bruderstaat gebraucht), ist ja nicht unbedingt jedermanns erstes Reiseziel. Man könnte dort zwar auf Grund des vielen Schnees super Skiurlaub machen, aber touristisch erschlossen wie zum Beispiel das „große“ Russland ist das Land nicht.

Die Erklärung: Im Sommer desselben Jahres befasste ich mich in einem Uni-Seminar mit der Analyse bestimmter Webseiten und Foren: Es waren diese Plattformen, auf denen Angehörige bestimmter Ethnien (nach Deutschland Zugezogene, aus Deutschland Heimkehrende) untereinander und mit den Deutschen selbst Austausch über ihr Leben und ihre Hobbys halten. Ich war im Zuge dessen auf einem Portal für User mit slawischen Wurzeln angemeldet und wurde dort eines Tages von einer Userin aus Weißrussland gefragt, ob ich nicht einfach mit ihr ein paar Worte auf Deutsch schreiben könne. Nur zu Übungszwecken.

Aus den paar Worten wurden dann sehr viel längere Nachrichten, und mit der Zeit interessierte mich das Land total. Auch weil man eben kaum etwas abseits von (negativen) politischen Meldungen aus Weißrussland erfährt. Ich beschloss, zwischen Weihnachten und Neujahr in die Hauptstadt Minsk zu fahren und meine „elektronische“ Brieffreundin zu besuchen. Da die Belorussen ein überaus gastfreundliches Volk sind und mir sofort nach verkündeter Beschlussfassung Jubelstürme entgegenkamen, kam ich aus der Nummer auch so schnell nicht wieder raus 😉

Visum und Anreise nach Minsk – wie geht man vor?

Der Berlin-Moskau-Express über Minsk

Der Berlin-Moskau-Express

Das wichtigste in der Vorbereitung für Reisen nach (und auch durch!) Weißrussland ist die Beschaffung eines Visums. Da ich mit keiner Reisegruppe fuhr, sondern selbstorganisiert, übernahm kein Reisebüro meine Visa-Angelegenheiten. Man muss Antragsformulare ausfüllen, Bescheinigungen erbeten, einen gültigen Pass haben, Fotos mitschicken…und umsonst ist es auch nicht. Kurzum, es geht dafür Zeit ins Land und weitere Informationen sollte man auf dieser Website oder bei der Botschaft Weißrusslands einholen (diese können sich aber auch abrupt ändern, also Obacht).

Da die Draisine Fürstenberg keine Option für den Winter war, kaufte ich über die Deutsche Bahn ein paar Zugtickets. Da gerade über Weihnachten viele Weißrussen nach Hause fahren, ist das Kontingent für die Schlafwagen schnell erschöpft, weswegen Eile geboten ist. Zudem weiß man auch nicht, wer mit wem über 18 Stunden in einem der Drei-Personen-Abteile reist. Dies richtet sich nach der Reihenfolge der Ticketverkäufe. Spannend also.

Und noch mehr, dass ich zwar eine weißrussische Brieffreundin habe, ich selber aber umgedreht kein Russisch konnte. Eine Vokabeltabelle und die Hoffnung, dass in einem von Deutschland startenden Zug deutsch sprechende Leute säßen, schmälerten meine Sorgen nur gering. Die Frau von der Deutschen Bahn sagte mir beim Ticketkauf, ich solle ein Bündel einzelner 5-Euro-Scheine mit einstecken, sobald Bestechungen erforderlich werden würden. Wieder jemand anders meinte, in der Gegend sei ihm zum ersten Mal in seinem Leben eine MP an den Kopf gehalten worden. Und an die niedergeschlagenen Proteste in Minsk gegen die ein paar Tage vorher abgehaltene Parlamentswahl wollte ich gar nicht erst denken. Eine Kaffeefahrt nach Bautzen wurde das nicht.

Im Zug nach Minsk – oder auch „Aufstenn, bittr!“

Eine gute Tasse russischen Tees im Zug

Tee im Schlafwagen des Berlin-Moskau-Express

Pünktlich 15.10 Uhr nachmittags rollte der Berlin-Moskau-Express vom Berliner Hauptbahnhof los. In meinem Dreier-Abteil standen zunächst 5 Personen, die sich aber irgendwann wieder verflüchtigten. So musste ich auch niemandem meine Euroscheine andrehen, die selbst später in Minsk kein Mensch annehmen wollte, auch nicht für Serviceleistungen in Museen oder Restaurants. Im Abteil saß ich zwischen einer russischen Babuschka, die nach Moskau wollte, und einer weißrussischen Dozentin von der Uni Ilmenau, die für mich dolmetschte. Weder Schaffner noch Grenzbeamte, die gegen 1 Uhr nachts an die Tür klopften, konnten bis auf „Auf-stenn, bitte!“ Deutsch. Von Englisch ganz zu schweigen.

Mit meinem Visum war bei der Kontrolle alles okay, und da sich auch niemand unter den Sitzbänken versteckte (überall wurde nachgeschaut), konnten wir in den Umspurbahnhof in der Grenzstadt Brest einrollen. Dabei werden die Radsätze aller Waggons von der normalen Spurweite von 1,435m gegen die ab Weißrussland einsetzende Gleisspurweite von 1,52m ausgetauscht. Wer das aber im Vorhinein nicht weiß, bekommt es im Dunkel der Werkshalle gar nicht mit.

Jetzt hätte ich ja bis 10 Uhr morgens, der Ankunftszeit in Minsk, noch gemütlich schlummern können. Im obersten Stock unseres Drei-Etagen-Bettes. Denkste. Der Zug nach Minsk ruckelte dermaßen stark und bremste stets so abrupt ab, dass ich permanent wach lag. Die Barriere an der Seite war zudem so niedrig, dass ich wohl über sie drüber aus dem Bett gefallen wäre. So kettete ich mich mit meinem Gürtel an einen Wandhaken fest, schlürfte zur Beruhigung eine Tasse russischen Tee, aus edelstem Gehäuse, und machte die Augen zu.

Alltag und Stellenwert von Minsk in Weißrussland

Blick vom Hotel "Belarus" aus

Blick von der obersten Etage des Hotels „Belarus“ in Minsk

Pünktlich auf die Minute kommt der Express am Morgen in Minsk zum Stehen. Trotz Schneetreibens, Passkontrollen und Umspurens. Ich bin zwar übernächtigt, aber die mich treffende Kälte beim Aussteigen trifft mich wie einen Hammerschlag, sodass ich automatisch wach bin. Meine Brieffreundin wartet derweil schon mit ihrem Onkel am Bahnsteig. Endlich bin ich da. Nach der Begrüßung geleitet der Onkel uns zu seinem Gefährt, das auf Grund von Parkplatzmangel quer vor einem anderen Wagen steht. Innen hat er einen Zettel mit seiner Handynummer hinterlegt, falls der andere Fahrer hätte wegfahren wollen. In Deutschland wären anstelle der Zettelkommunikation wohl schon längst ADAC, Abschleppdienst sowie drei Rechtsschutzversicherungen bemüht worden 😉

„Rund um Minsk arbeiten die Leute hart, um den Strom und das Licht zu produzieren, das Minsk erstrahlen lässt.“

Dieser Satz gilt in Weißrussland als Volksweisheit. Minsk ist eine sowjetisch geprägte Hauptstadt, die die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Zentren des Landes beherbergt. Wer studiert, geht meist nach Minsk. Der Knotenpunkt für Fernreisen nach Europa ist ebenfalls hier. Und auch McDonalds-Fans müssen sich in der 1,9-Millionen-Einwohnerstadt einfinden, um ihrem bevorzugten Mahl zu frönen. So verdichten sich in der Hauptschlagader Weißrusslands alle möglichen Hot Spots, während in Städten wie Gomel oder Pinsk nicht gerade der Bär steppt.

Sehenswürdigkeiten in Minsk – zentrale Plätze

Palast der Republik auf dem Oktoberplatz in Minsk

Der Oktoberplatz in Minsk und der Regierungssitz, der „Palast der Republik“

Hab ich zu Beginn nicht irgendetwas von Parlamentswahlen, Protesten und Verhaftungen gefaselt, und alles nur wenige Tage vor meiner Ankunft? So schrieben es die Medien, so war es wohl auch – aber wir, wir haben nichts davon gesehen. Als wir am Oktoberplatz ankommen, wo die größte Demonstration stattfand, sehen wir einen großen Tannenbaum und viele Eisläufer, die vor dem Regierungssitz, dem Palast der Republik, ganz fidel ihre Runden drehen.

Das Eis- oder auch Schlittschuhlaufen ist ein Volkssport der Weißrussen. Etliche Läufer jeder Altersklasse kurven in atemberaubender Geschwindigkeit über das Eis. Das musste ich einfach auch mal probieren! So ein paar Runden um den Tannenbaum zu drehen würde ich auch noch hinbekommen.

Naja, letztlich waren es dann eher Sekanten, die ich im Zeitlupentempo über den Platz zog und dadurch das ganze Verkehrssystem störte. Es kam nur deshalb nicht zum Frontal-Crash, da die Profis dort nicht nur besonders schnell auf den Kufen sind, sondern auch noch ihre Fahrtrichtung selbst bestimmen können. Im Gegensatz zu mir, wie man sieht.

Nachdem ich das zweite Mal aufs Maul fliege, dünkt mir der Nebeneffekt der Sache. Die Regierung selbst hat den zentralen Platz mit dieser Eisfläche aufgetan, um Kundgebungen den sicheren Halt zu entziehen…funktioniert zwar nur im Winter, aber deswegen sind Wahlen wohl auch immer im Dezember 😉 Wie Minsk im Sommer aussieht, steht bei uns in diesem Reisebericht von Stefan.

Ein gewaltiger Obelisk tut sich dann am Siegesplatz auf. Wir besuchen am Abend dieses Mahnmal für gefallene Soldaten des Weltkrieges, zu deren Ehren unter wie auch vor dem Obelisken ewige Feuer brennen. Es ist zum Abend noch einmal kälter geworden, und wir suchen ein Café in Minsk. So etwas ist allerdings eine äußerste Rarität. Und wenn man eins gefunden hat, warten in einer Schlange schon andere Leute auf einen Tisch oder man hätte vorbestellen müssen. Vielleicht tut sich hier irgendwann noch einmal etwas.

Museen, Kirchen und…Science-Fiction?

Das abgespacte Gebäude hinter mir ist kein Raumschiff oder sonstwie aus der Cyberwelt entsprungen. Es ist die National- und Universitätsbibliothek, vor der wir am nächsten Morgen stehen. Architektonisch komplett etwas anderes als der Rest. Im oberen Stockwerk ist eine Kunstausstellung, und von der Plattform hat man beste Aussichten auf die Stadt. Als wir mit dem Fahrstuhl nach oben fahren, ist eine belorussische Kindergartengruppe mit im Lift. Die Kinder zählen die Stockwerknummern mit, die der Fahrstuhl für uns bewältigt. Odin, dwa, tri…ich versuche auf russisch mitzuhalten, fliege aber schon bei „sieben“ wieder raus. Ohne meine Begleitung wäre ich hier komplett aufgeschmissen.

Janka Kupala, weißrussischer Nationaldichter

Ausstellung im Literatur-Museum zum Leben Janka Kupalas

Auf Belorussisch wäre es allerdings noch schwieriger gewesen. Die Verkehrssprache in Weißrussland ist überwiegend Russisch, aber Weißrussisch ist eine eigene Sprache. Sie verfügt über ein größeres Alphabet und wird seltener, aber durchaus noch angewendet.

Wir stehen kurz darauf in einem der vielen Museen der Stadt. Im Literatur- und Gedenkmuseum ist einem gewissen Janka Kupala (1882-1942) eine Ausstellung gewidmet. Es ist ein bedeutender Literat der Belorussen und hat auch viele bedeutende Werke ins Weißrussische übertragen. Kenner sehen ihn als Hauptvertreter der sogenannten Weißrussischen Wiedergeburt. Seine Geburtsdaten lassen zunächst darauf schließen, dass er dem Krieg zum Opfer gefallen sein könnte. In Wirklichkeit ist er jedoch eine Treppe heruntergefallen bzw. angeblich auch gefallen worden. Seine Gedichte und Schriften haben nicht immer die Zustimmung aller politischen Kräfte gefunden.

Die Kutsche, in deren Führerstand ich auf dem Bild ganz am Anfang sitze, steht vor der Mariä-Namen-Kathedrale. Diese hat viel durchgemacht, in den vergangenen Jahrhunderten wurde sie immer mal wieder eines oder mehrerer Bestandteile beraubt, im Stil völlig verändert und sogar eine Sporthalle aus ihr gemacht. Im Innenraum sieht es aber heute zum Glück so prächtig aus wie im linken Bild.

Der Heilige Geist wohnt in der gleichnamigen Kathedrale, die wir im rechten Bild sehen. Dieses Bauwerk ist die wichtigste orthodoxe Kirche Minsks und da meine gute Freundin orthodoxen Glaubens ist, gehen wir da natürlich bevorzugt rein. Im Inneren der Heiliger-Geist-Kathedrale liegt ein besonderes Relikt, ein Bild der Mutter Gottes. Darum haben wir es auch nicht fotografiert 🙂

Nachtleben in Minsk und ein gefährlicher Heimweg

Weißrussische Gerichte

Viele Gerichte in Weißrussland werden mit Kartoffeln gemacht

Ein anderer Onkel als der, der mich am Bahnhof abholte, fährt uns am letzten Abend in gleich zwei unterschiedliche Restaurants und lädt zum Billiardspielen ein. Es gibt eine Hauptmahlzeit nach der anderen, meist etwas mit Kartoffeln. Nachdem ich schon platze, gibt es noch einen Verdauungs-Wodka. Onkel Sergej erzählt, dass er beim Automobilhersteller MAZ in Minsk arbeitet und beruflich schon in München war. Es sei ihm daher schleierhaft, warum ich in der Schenke, wo wir sind, nicht zum Bier greife.

Ich allerdings muss ja noch nach Hause spazieren, bzw. ins Hotel. Der Weg führt mich im Dunkeln alleine am Ufer des Flusses Swislatsch entlang. Ein Pärchen kommt mir entgegen, das mich um Feuer bittet, aber als Nichtraucher muss ich leider passen, und gehe weiter.

Minsk bei Nacht am Fluss Switlatsch (Svislach)

In der Nacht, am Ufer des Flusses Switlatsch (Svitlach)

In einiger Entfernung stehen plötzlich zwei Männer, die ein kleines Feuer in einer Dose entfacht haben. Beide trinken Wodka aus Flaschen und blicken mich schon von Weitem in feindseliger Offenheit an. Noch viel weiter hinter mir geht ein Mann, die Fellmütze tief ins Gesicht gezogen. Von Dingen, die vor ihm passieren, würde er wohl kaum Notiz nehmen. So klettere ich spontan zu meiner eigenen Sicherheit die Böschung hinauf und befinde mich schon bald über der Stelle, wo die Männer vorher gestanden haben.

Aber als ich nach unten blicke, werden die beiden gerade festgenommen. Der Mann von ganz weit hinter mir und noch ein anderer, der von vorn kam, sind Zivilbeamte der Miliz gewesen, und setzen die Delinquenten offensichtlich wegen Wegelagerei erst einmal fest. Selbst in diesen entlegenen Ecken zu dieser Zeit patrouilliert die weißrussische Polizei also durch Minsk. Ich reflektiere später, dass wirklich selbst an jeder öffentlichen Toilette ein Aufpasser steht und einem Touristen in diesem Land wohl kein krimineller Akt widerfährt.

Abschied und wieder aufs Gleis

Hauptbahnhof Minsk, Anzeigetafel

Wer findet meinen Zug? Die Zeilennummer einfach als Kommentar posten!

Auch in dieser besonderen Stadt kommt die Zeit des Abschieds. Zum damaligen Zeitpunkt, 2010, stellte diese Reise die bedeutendste meines Lebens dar, und ist auch heute noch wichtig. Der Erkenntnisgewinn war einfach riesig. Weißrussland ist eine eigenständige Kultur, die in ihrer Geschichte viel durchmachen musste und heute ein wirkliches Unikat im europäischen Raum darstellt.

Während meines ganzen Aufenthalts wurde nicht einmal der Name Lukaschenko erwähnt, und das brauchte es auch nicht. Es gibt so ungemein vieles mehr zu entdecken, und ich werde hoffentlich in naher Zukunft zurückkehren in dieses gemütliche Land. Es gibt außerhalb von Minsk nämlich das ländlichere Leben zu erforschen, und das möchte ich nicht missen.

Missen wollte ich hingegen durchaus eine neuerliche Fahrt mit dem Ruckelzug. Aber was sag ich…zumindest die Zeit ging diesmal schneller vorbei, da ich schon während der Fahrt in Erinnerungen schwelgte. Ein kleines Problem war noch, in der Bahnhofshalle auf der Anzeigetafel meinen Zug zurück nach Berlin zu finden. Aber so viel hatte ich inzwischen drauf. Ihr auch? 😉 Dann schreibt einen kurzen Kommentar mit der richtigen Zeile!

Der Weltvermessen.de Faktor

Die russische und die belorussische Sprache unterscheiden sich voneinander nicht unerheblich. Somit gibt es auch Unterschiede in beider Alphabete. Das russische ABC besitzt 33 Buchstaben, das weißrussische einen mehr, 34.

Linktipp zu einem 2015/16 Blog über Minsk

Samowarnachtula Blog von Alexandra Meier

Alex‘ schreibt einen aktuellen Blog über ihr Jahr in Minsk

Besucht meine gute Freundin Alex‘ auf https://samowarnachtula.wordpress.com/, die gerade für längere Zeit in Minsk ist und von dort berichtet!

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22 Kommentare

  1. Zeile Nr. 9! Na gut, mir fällt es leicht, nach einem Jahr Kasachstan 😉 Москва – Берлин 🙂

    • Richtig, Stefanie! In Zeile 9 sieht man die Verbindung Moskau-Berlin. Die hinteren Zahlen, an welchem Bahnsteig der Zug halten wird, werden übrigens erst kurz vor Ankunft des Zuges bekanntgegeben. Alles sehr spontan dort 🙂

    • Sehr schöner Reisebericht und sehr gute Pics. Ich hoffe auch im neuem Jahr mal nach Weißrussland reisen zu können. Muss noch auf meinen Antrag fürs Visum auf Visum.at warten.
      Viele Grüße,
      Maxi

  2. Sehr schöner Bericht. Tatsächlich kriegt man ja so gut wie nichts über die Gegend mit. Mehr davon und macht weiter so. 🙂

    LG
    Sven

  3. Der Bericht ist voll klasse!
    Für mich war es spannend die deutsche Meinung zu lesen=)) Noch eine Bestätigung, das die Kulturen sich so sehr unterscheiden=)
    Und ja, Minsk ist wunderschön! Eine der gemütlichsten Städte der Welt! Das war aber sicher noch nicht alles, was darüber zu erzählen gibt. Wir brachen mehr! 😉

    LG

  4. Interessanter Reisebericht und eine tolle Schreibe! Solltest du mal im Sommer nach Belarus kommen wollen, lass es mich wissen.

    Eine Beckmesserei: Der Palast der Republik beherbergt die Mehrzweckhalle, in der Konzerte und Massenveranstaltungen statt finden. Die Regierung sitzt in dem Kasten gegenüber auf der anderen Straßenseite, den man nicht fotografieren darf ;-).

    LG

    • Hallo Nadine,

      danke sehr, ich hoffe dass ich das noch einmal schaffe, dann sommers 🙂 Danke auch für den Tipp, das werde ich nochmal editieren!

      Beste Grüße,

      Thilo

  5. Hallo. Ich war im Augsust 2013 in Minsk. War die zwei jahre zuvor zweimal in Moskau und in St.Petersburg, weil ich politisch links bin und mich seit meiner Jugend mit dem Thema Kommunismus beschäftige und es war für mich ein Highligt alles mal selbst zu sehen. War überragend. Ich beschloss daher was anders zu sehen dieses Jahr und wollte schon immer mal dann noch Belarus kennen lernen. Also flog ich wie immer alleine hin. Aber im Vergleich zu Moskau war es nicht so gut. Die Polizei ist strenger aber auch die Sicherheit ist besser. Zudem habe ich viel gezahlt und hätte für das GEld in Moskau mehr bekommen. Das Hotel war nicht so komfortabel. Ich war im HOtel Yubilnaya, unweit vom Swislatsch und der Innenstadt entfernt. Zudem boten die Damen der Rezeptionm noch private Dienste in den NÄchten an…..Also hat mir nicht so gefallen, aber hatte auch schon schlechtere Urlaube erlebt. Ich gehe jedenfalls nicht mehr hin, lieber wieder Moskau. Ist auch perlex das in Minsk noch ein Monument von Felix Dscherschinki steht, das in Moskau längst entfernt wurde.Falls du weiter schreiben möchtest, hast ja meine emailadresse, hab natürlich in einer woche noch viel mehr erlebt, aber soviel möchte ich hier nicht schreiben. LG und gutes Neues Jahr.

  6. waaauu, möchte auch bin dem Zug fahren. 🙂

    Danke für den ausführlichen Bericht. Bin jetzt schlauer! LG

    • Ich vermisse es auch…viele Wege führen nach Minsk, aber das ist mit Abstand der originellste und ursprünglichste! 🙂

  7. Musste grinsen, als ich den Bericht gelesen habe.

    Ich bin in den letzten 6 Monaten zwei mal in Minsk gewesen. Zusammengefasst würde ich meine Erlebnisse wie folgt auf den Punkt bringen:
    – extrem freundliche Menschen (solange sie nicht an den Kassen der großen Kaufhäuser arbeiten)
    – eine sehr widersprüchliche Stadt mit vielen monumentalen Großbauten und der typischen Ostplatte; gute und guenstige lokale Restaurants (warten musste ich selten) und teure und sehr lifestylige Bars und Clubs
    – ohne Russische Basiskenntnisse ist man ziemlich aufgeschmissen, auch wenn in den Hotels in der Regel Englisch verstanden und gesprochen wird
    – die U Bahn muss man erlebt haben….schnell und übervoll
    – mit dem Taxifahrer lässt sich gut handeln; aber die Preise sind ohnehin fair.

    Und als Mann gönne ich mir auch die Bemerkung: viele wirklich hübsche Frauen.

    Ich werde das Land bestimmt noch einmal bereisen; dann jedoch eher im Sommer, um das Umland besser kennen zu lernen.

  8. Hallo Thilo,
    Klingt sehr interessant deine Reise,MDax ich eine Freundin in Homel habe, würde ich da gern mit dem Wohnmobil hinfahren am bestreik September noch , jedoch würde ich gern eine Begleitperson mitnehmen . Russisch lesen kann ich auch noch .
    Vielleicht gibt es hier jemand der der mitkommenwill ?

    Gruß Luc

    • Hallo Luc,

      danke für deinen Kommentar! Sehr interessant, wow, mit dem Wohnmobil. Da träume ich ja von 🙂 bin aber selber erst mal busy. Würde mich freuen, wenn du jemanden findest und uns dann darüber erzählen würdest!!

      Beste Grüße, Thilo

    • Hallo Luc!
      Ich wollte nächstes Jahr am Sommer zu meine Mutter nach Minsk fahren. I kann gern dich zu begleiten. Spreche Russisch, Weißrussisch und Deutsch)))

      • Genau, Luc! Wusste ich es doch, mein Artikel führt die Menschen zusammen 😉

    • Hallo, hast du Interesse noch nach Weißrussland zu fahren? Wollte gerne ab 19 September zu meiner Schwester . Sie wohnt in schlobin bei gomel
      Gruß
      Alena

  9. Herzlichen Dank für diesen schönen Bericht.
    Ich habe vor nach Belarus zu fahren. Auch auf eigene Faust und Du hast mich wirklich mehr als neugierig gemacht.
    Vielen Dank aus Südniedersachsen dafür.

  10. Hallo, Es ist wie die Menschen für sich dein Land angenehm öffnen. Der Bericht hat mir sehr gefallen. Ich studierte das Deutsche schprashe aber es es ist wenig die Praktiker. Übersetzte durch onlaintranslatе. Ich habe das Gasthaus neben Minsk, mit der Sauna und dem Teich. Gern Sie und Ihrer Freunde ansiedeln.Entschuldige für die Fehler.

    • Spassiba, Sergej! Ich hoffe, dass Sie Gäste über diesen Gästebuchlink hier bekommen werden!))

  11. Hallo,
    ich komme gerade aus Minsk zurück. Ich war geschäftlich 2 Tage in Minsk. Eine wirklich tolle Stadt mit sehr freundlichen Menschen. Und habe schon lange nicht mehr so eine saubere Stadt gesehen.
    Man hört ja sonst nicht viel gutes über Weißrussland, daher war ich über Deinen Bericht der meine Erfahrung widerspiegelt sehr erfreut. Wir haben in Minsk drei Werke besichtigt alle drei Werke waren sehr modern. Die Werke sind moderner als vergleichbare Werke in Deutschland.

    Die hohe Inflation macht den Menschen zwar zu schaffen. Aber man versucht nun andere Märke zu beliefern. Und die Produkte der von uns besuchten Werke stehen denen westlichen Hersteller in nichts nach.

    Ich drücke den Minsker die Daumen das es bergauf geht

  12. Hallo, ich habe eure Reiseberichte gelesen. Bin Pensionaer, mit Weissrussin verheiratet und lebe seit 2011 in Pinsk. Meine Tochter ( 13 Jahre ) geht hier zur Schule.
    Mir geht es sehr gut, verstaendlich bei „Deutscher Pension“. Wir haben uns 2006 hier ein grosses Haus gekauft. Auch mit unserem Garten bin ich sehr gluecklich.
    Meine Erfahrung: Die Weissrussen sind hilfsbereit und sehr gastfreundlich. Toll finde ich die „Grillabende“ mit Schaschlik und Wodga. Auch die Sauna ( Banja ) ist sehr zu empfehlen. Auf Restaurantbesuche kann man verzichten. Alle meine „Tests“ bekamen ein schlechtes Urteil. Im Gegensatz zur „eigenen Kueche“: Alles was die „Babuschka“ kocht schmeckt gut, ist aber deftig. Die Meinung in Europa ueber Weissrussland entspricht in vielerlei Hinsicht nicht den wahren Gegebenheiten, ganz im Gegenteil. Ich angagiere mich nicht politisch. Somit bin ich ein gerngesehener „Gast“ in diesem Land.

  13. ich war über Weihnachten in Minsk Freunde besuchen. Minsk ist eine Reise wert. Wenn nur diese Visabestimmungen nicht währen, würden auch mehr Touristen kommen. Also Minsk ist eine sehr saubere Stadt und eine Reise wert. Überall sind fleissige Leute mit Reinigungsarbeiten beschäftigt wo auch der altbewährte Reisigbesen eifrig genutzt wird. Trotz der Millionenstadt ist es irgendwie entspannt und nicht hektisch. Was mich besonders beeindruckt hat ist das die Autofahrer Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Was mir nicht gefallen hat ist die allgegenwärtige gegenwärtige Polizei. Wer 20min in der Stadt keinen Polizisten sehen will mus die Augen zu machen. Es stehen wirklich überall uniformierte rum. die Menschen sind wirklich hilfsbereit auch wenn ich nicht verstehen kann wie sie bei dem niedrigen Einkommen und der hörenden Inflation überhaupt leben können. Also für mich war der Aufenthalt günstig auch wenn es immer Diskussionen gab wenn es ums bezahlen im Restaurant ging. Meine Freunde die wirklich nicht viel verdienen so etwa 400€ wollten immer bezahlen und ich muste mich energisch durchsetzen. Ist eben die russische Gastfreundschaft, für Gäste wird das letzte gegeben. Nicht verschwiegen werden darf aber auch der krasse Gegensatz von arm und reich. Auf den Straßen wechseln sich gefühlt nur Banken, Casinos und Juweliere ab. Trotsdem sieht man überall auch alte Babuschkas die etwas verkaufen wollen um etwas Geld zu haben.
    Aber alles in allem, Belarus (Minsk) ist eine Reise wert und angst brauch auch keiner zu haben. Polizei ist überall und die ist da noch eine Autorität. Ein böser Blick reicht und die Falschparker springen ohne Diskussionen in ihre Autos und fahren los.